„JO“ ALIAS DR. KLAUS RÖSE

Jo – der männliche Part des Gesangsduos Jo & Josephine. Der „Soldatensender 935“ und der „Freiheitssender 904“ waren die ersten Quellen musikalischer Inspiration für Klaus Röse. Damals, in den frühen 60er Jahren, saß Klaus oft stundenlang vor dem Rundfunkempfänger. Mit seinen beiden älteren Brüdern lauschte er den Hits der „Beatles“. Für ihn waren das großartige Momente, denn zu dieser Zeit hielt das kulturelle Leben in Anklam (Mecklenburg-Vorpommern) nur wenig Abwechslung bereit. Ein weiteres musikalisches Vorbild war seine Mutter. „Meine Mutter hatte einen Quetschkasten, auch „Handharmonika“ genannt. Darauf spielte sie uns ab und zu vor. Sie hatte sich das selbst bei gebracht und irgendwann versuchte ich das auch“, erzählt Klaus über seine musikalischen Anfänge.

Kindheit und Jugend

Als Klaus sechs Jahre alt war, wurde seine Musiklehrerin auf den talentierten Buben aufmerksam und empfahl seiner Mutter, ihn auf eine Musikschule zu schicken. Dort lernte er das Fach „klassische Gitarre“.

 

Der Einsatz sollte sich bezahlt machen, denn fortan trieb Klaus seiner Mutter und Großmutter jedes Mal Tränen in die Augen, wenn der 10Jährige mit der Gitarre privat – ganz im Stil von Heintje – „Mama, Du sollst doch nicht um deinen Jungen weinen“ nachsang.

 

Als Teenager wechselte Klaus das Metier und wurde Gitarrist und Sänger in verschiedenen Rockbands. Nachdem er vom „Kreiskabinett für Kulturarbeit“ Anklam seine offizielle Spielerlaubnis als Sänger & Gitarrist empfangen hatte, trat er mit seinen Bandkollegen an den Wochenenden regelmäßig auf Dorffesten und Betriebsfeiern auf. Dort spielten sie die aktuellen Hits von „Renft“, „Deep Purple“, „CCR“, „Panta Rhei“ nach.

Studium

In Zwickau studierte Klaus Musik und Deutsch u.a. mit Fächern wie Gesangsausbildung, Klavier und Gehörbildung. Schließlich promovierte er im Fach Literaturwissenschaft. „Von der Musik habe ich mich damals verabschiedet, da es sehr schwer war, nebenbei Musik zu machen. Man hatte Angst, dass die Studenten abspringen und so wurde viel unternommen, damit man keine Musik machte“, erinnert er sich heute. Deswegen konzentrierte er sich auf seine zweite Leidenschaft – die Literatur. Schon als Kind hatte er in der Pionierbibliothek seines Heimatortes alles gelesen, was ihm in die Finger kam – angefangen bei Kinderbüchern über die französischen Realisten bis hin zu Abenteuerliteratur.

 

Als Klaus nach Neubrandenburg und Altentreptow zurückkehrte, wurde er wieder Mitglied in verschiedenen Tanzmusikbands. Bei dieser Gelegenheit lernte er 1992 auch seine jetzige Lebens- und Gesangspartnerin „Josephine“ alias Marita Frehse kennen.

Ab 1999 Teil des Gesangsduos Jo & Josephine

In den folgenden Jahren arbeiteten die beiden zusammen in verschiedenen Bands, bis sie sich 1999 entschlossen, als Duo aufzutreten. Sie entwickelten das Kindercountry-Programm “Die Reise in den Wilden Westen”, das maritime Kinderprogramm „Die Seefahrt“ und veröffentlichten ihre ersten Alben unter dem Namen des Gesangsduos.

 

Heute wenden sich die Akteure des Gesangsduos „Jo & Josephine“ mit ihrer Musik hauptsächlich an Erwachsene. Die beiden schätzen die norddeutsche Mentalität (die norddeutschen „Sturköppe“) und machen stimmungsvolle, heitere Musik über ihre geliebte Heimat.

 

Die Zusammenarbeit als Paar ist nicht immer leicht, „aber es ist toll, dass wir beide das gleiche Hobby haben und viel Zeit miteinander verbringen können“, sagt Klaus. Auch, wenn es für die beiden Lehrer manchmal stressig ist, Beruf und Hobby unter einen Hut zu bekommen. Die beiden sind stolz auf ihre musikalische Entwicklung – und das mit gutem Grund. Noch vor ein paar Jahren hätten sie sich schließlich nicht träumen lassen, dass sie eines Tages zum Beispiel als Vorgruppe für Bernhard Brink auf der Bühne stehen werden.